Orgelrenovierung erfolgreich abgeschlossen

Nach über zwei Jahren der Vorbereitung und mehr als sechs Wochen der Arbeit durch die Firma Kampherm-Orgelbau wurde die Renovierung der Orgel in der Kirche an der Nordstraße erfolgreich beendet.

Orgelrenovierung_Bild 1 Im Rahmen des Herbstfestes „Gott sei Dank!“ im vergangenen Oktober, wurden einige, später ersetzte Pfeifen zugunsten der Renovierung versteigert. Und schon ging’s am nächsten Morgen los! Pünktlich um 10 Uhr begannen die Orgelbauer, die Orgel in ihre Einzelteile zu zerlegen.
War die Orgel vor zehn Jahren das letzte Mal überholt worden, so hatten sich im Lauf der Jahre viele kleine technische Probleme eingeschlichen, v. a. im Bereich der Tasten und der daran hängenden Mechanik, die die Luft zu den gewünschten Pfeifen dirigiert und Grundlage für die Spielbarkeit der Orgel ist.
Zudem mussten einige der größten Pfeifen stabilisiert und repariert werden, da die für metallene Orgelpfeifen gebräuchliche und relativ weiche Zinn-Blei-Legierung dem Druck des Pfeifengewichts seit der Erbauung der Orgel im Jahre 1960 langsam aber stetig nachgegeben hatte.

Orgelrenovierung_Bild 3 Der Kern der ganzen Renovierung war aber die Neu-Intonation der Orgel, d. h. die Pfeifen wurden an einigen Stellen überarbeitet, wodurch ein weicherer und runderer Klang entstand. Nun entspricht die Orgel den Hörerwartungen der heutigen Zeit – war sie doch auf die mittlerweile überholten Klangvorstellungen der 50er Jahre ausgelegt. Zu diesem Zweck mussten alle Pfeifen herausgenommen, gereinigt, repariert und umintoniert werden. Bei dieser Gelegenheit wurde die gesamte Orgel geputzt, was man wegen den empfindlichen Pfeifen sonst nicht tun kann. Alle Jahre wieder ist dies unerlässlich, um Mechanik und Pfeifen funktionstüchtig zu erhalten.

 
Camera Nach dem Abschluss der Arbeiten an der Mechanik, wurde die Orgel wieder zusammengesetzt und gestimmt. Letzte Arbeiten betrafen den sog. Spieltisch, von dem aus der Organist die „Maschine“ Orgel steuert; z. B. wurde die Beleuchtung überholt.
Zuletzt brachte Kampherm noch eine neue, höhenverstellbare Orgelbank an, an die speziellen Abmessungen unserer Orgel angepasst. Nun können endlich auch die auf ihr sitzenden OrganistInnen mit jeweils unterschiedlich langen Beinen fröhlich spielen, was bisher auf der alten Orgelbank manchmal nur mit Mühe möglich war.

Bei Abnahme der fertigen Orgel durch den Orgelsachverständigen unserer Landeskirche, Herrn Burkhard Geweke, unseren Organisten Johannes Graupe und den Bauausschuss wurde die sehr gute Arbeit der Orgelbaufirma Kampherm gelobt und ihr ein besonders gutes Zeugnis ausgestellt. Auch für nicht so musikalische Menschen ist der Unterschied zum „alten“ Klangbild gut hörbar und die starke Veränderung zum Guten überraschte selbst die Profis sehr positiv. So hat die reformierte Gemeinde wieder ein Instrument in unserer Kirche, das den verschiedenen Anforderungen in Gottesdienst und Konzert, weitaus besser gerecht werden kann, als das bisher der Fall war.

Gedankt sei an dieser Stelle all jenen Menschen, die durch ihren Einsatz oder ihre Spende das 22.000€ teure Projekt erst möglich gemacht haben. Dazu zählen neben unserem Organisten Johannes Graupe, der den Anstoß gab, vor allem der Bauausschuss des Kirchenvorstandes, der die Federführung innehatte. Auch der Orgelsachverständige Burkhard Geweke war stets mit Rat und Tat zur Stelle. Der Dank geht auch an die Firma Orgelbau-Kampherm, die eine großartige Leistung vollbracht hat. Danke auch für die kleinen Details, die während der Renovierung auftauchten und von den Orgelbauern unentgeltlich behoben wurden.

Last but not least gilt der Dank allen Menschen in und außerhalb der Gemeinde, die mit ihren kleinen und großen Spenden von insgesamt 12.000 Euro dazu beigetragen haben, dass die Orgel nun wieder fröhlich zum Lobe Gottes erklingen kann!

Ihnen allen: Vielen Dank!
Der Kirchenvorstand

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